DAS ICH ZWISCHEN WORT UND BILD Rainer Bellenbaum über Gernot Wielands Werkschau bei den 72. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen
Mit ruhiger Stimme begleitet Gernot Wieland die Figuren und Bilder seiner Kurzfilme durch Landschaften aus Plastilin, Pappkarton und die verblichene Farbigkeit von Super-8-Streifen. Mal folgen die Worte dem Bild, mal die Bilder der Erzählung – oft scheinen jedoch beide ihrer eigenen Wege zu gehen, wenn Wieland sich oder manchmal auch eine gesamte Gesellschaft auf die psychoanalytische Couch legt. Nachdem Wielands Arbeit auf der 13. Berlin Biennale und kürzlich auch bei Phileas in Wien zu sehen war, zeigten die 72. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen im April zehn seiner Kurzfilme. Rainer Bellenbaum betont in seiner Besprechung dieser Werkschau unter anderem die spannungsvolle Diskrepanz zwischen Gesprochenem und Gezeigtem, zwischen Erzählung und Bildnarrativ.
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