SALON DU JUBG Sophia Eisenhut über „DIE Einrichtung“ in der Tempelhofer Sezession / Galerie JUBG, Berlin
Beim letzten Berliner Gallery Weekend eröffnete etwas abseits des Hauptgeschehens eine Gruppenausstellung, die mit ihrer Umnutzung eines Produktionsraums als Galerieraum an Daniel Burens einflussreichen Text zur „Funktion des Ateliers“ denken ließ. Während Burens ambivalentes Verhältnis zum Atelier als vermeintlichem Ort eines künstlichen Vakuums ihn und spätere post-studio artists dazu brachte, in situ an Ausstellungsorten zu arbeiten, um Werke nicht nachträglich in die Welt entlassen zu müssen und sie damit zu „entfremden“, schien die Fusionierung von Atelier und Ausstellungsort in diesem Fall auf umgekehrte Weise Kritik am entfremdenden „Draußen“ zu formulieren. Die Künstlerin und Autorin Sophia Eisenhut sieht in der temporären „Einrichtung“ der Kölner Galerie JUBG in den Atelierräumen von Raphaela Vogel die Warenförmigkeit von Kunst und die fortschreitende Ästhetisierung des alltäglichen Lebens ebenso verhandelt wie ein wachsendes Verlangen nach relativ autonomen Räumen.
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