INMITTEN VULNERABLER LANDSCHAFTEN Christina Maria Ruederer über Catherine Opie im Fridericianum, Kassel
Bereits Catherine Opies frühe Porträts von Weggefährt*innen aus der queeren Community, die in den 1990er Jahren entstanden, verweisen auf die entscheidende Rolle, die das Mapping als Form kritischen Kartierens marginalisierter Personen, Geschichten und sozialer Gefüge in ihrer fotografischen Praxis spielt. Wie die Künstlerin im Februar eindrücklich in einem reich bebilderten Vortrag in der Neuen Nationalgalerie in Berlin hervorhob, hat dieser Ansatz in den von Donald Trump regierten USA der Gegenwart besondere Dringlichkeit. Auch Christina Maria Ruederer betont die aktuelle Bedeutung von Opies Œuvre – und untersucht ihre Schau im Kasseler Fridericianum, deren Fokus auf die Praxis des Mappings den wesentlichen Unterschied zur zeitgleich eröffneten Präsentation in der Londoner National Portrait Gallery darstellt, mit besonderem Augenmerk auf Opies Einsatz der Farbe Blau.
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