DAS GRÜN WÄCHST IN DEN LÜCKEN UND PAUSEN Ellen Wagner über Jadé Fadojutimi, Galerie Gisela Capitain in der Michael Horbach Stiftung, Köln
Expressive Farben und Formen schichten sich in Jadé Fadojutimis Werken zu Gebilden, die das Auge zwischen gänzlicher Abstraktion und dem Erkennen vor allem floraler Formen in Bewegung halten. In ihrer aktuellen Kölner Ausstellung werden neben Malereien auch Lyrik und Soundscapes der Künstlerin präsentiert, die sie in unmittelbaren Bezug zu ihren visuellen Arbeiten versteht. Diesen intermedialen Übertragungen – den Korrespondenzen, aber auch etwaigen Übersetzungsfehlern und -lücken – sowie der Rolle der Rezipierenden schenkt Ellen Wagner in ihrer Rezension besondere Aufmerksamkeit. Fadojutimis Naturbetrachtungen und den Modus ihrer Präsentation fasst Wagner mit Donna Haraways Idee der „naturecultures“, der zufolge die Beziehung zwischen Natur und Kultur keine hierarchische ist, sondern als eine Beziehung gegenseitiger Abhängigkeit begriffen wird, die Gestaltungsspielraum eröffnet.
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